Der JFV Buxtehude siegt im ersten Heimspiel

HEDENDORF. Im vergangenen Jahr wurden die ersten Schritte zur Gründung des Jugendfördervereins (JFV) Buxtehude eingeleitet. Zur neuen Saison ging der Verein an den Start. Und im ersten Punktheimspiel der U12 gab es gleich einen souveränen Sieg.

Bunte Hütchen markieren den Spielfeldrand des Neunerfeldes auf der Sportanlage in Hedendorf. Die Spieler des JFV Buxtehude stehen vor dem Spiel im Kreis zusammen „Wer sind wir?“, ruft ein Spieler aus dem Kreis. „Ein Team“, antwortet seine Mannschaft. Ein gutes Zeichen für den JFV, der aus den Jugendmannschaften des TSV Eintracht Immenbeck und der VSV Hedendorf/Neukloster hervorging. Es zeigt: Hier spielen nicht zwei Mannschaften zusammen, sondern ein Verein.

Aus anderen Teams hat es mitunter kritische Stimmen gegeben. „Aus meiner Mannschaft gab es bisher nur positives Feedback“, sagt Sascha Strube, der gemeinsam mit Christian Brugner die U12 des JFV trainiert.

Nachdem es im Herbst vergangenen Jahres die ersten Gespräche gegeben hatte, haben die VSV und der TSV den JFV Buxtehude innerhalb weniger Monate auf den Weg gebracht. Die Mitgliederzahlen sind stabil, und beide Vereine mit ihren Sportanlagen samt Kunstrasenplätzen in Buxtehuder Randlage gut aufgestellt. Das Problem aber war, dass der TSV und die VSV nicht alle Altersklassen durchgängig mit Mannschaften besetzen konnten – und wenn doch, dann trainieren häufig talentierte und weniger talentierte Fußballer in einer Mannschaft. Die Hedendorfer und Immenbecker wollten einen Verein schaffen, der leistungsorientierte Mannschaften für jede Altersklasse anbietet, um gegenüber Vereinen wie dem VfL Güldenstern Stade und der JSG Apensen/Harsefeld konkurrenzfähig zu sein.

Dünne Personaldecke
Zuvor waren beim VSV die meisten Altersklassen mit nur einer Mannschaft bestückt. Einige davon kämpften mit einer dünnen Personaldecke. Zwischen Leistungs- und Breitensport zu unterscheiden, fanden die Verantwortlichen, sei so nicht möglich gewesen. Und auch der Blick auf die Brune Naht in Immenbeck zeigte, dass beispielsweise einige Altersklassen bei den Mädchen nicht besetzt waren.

Mitte August starteten die ersten Mannschaften des JFV Buxtehude in die Saison. Die U12 verlor ihren Auftakt beim Liga-Primus, der JSG A/O/B, mit 1:5. „Da haben wir Lehrgeld bezahlt“, sagt Sascha Strube. Das zweite Spiel und erste Punktheimspiel ist gleich ein Derby – der TSV Altkloster-Buxtehude ist zu Gast. Der JFV übernimmt schnell das Kommando. Ben Brugner läuft nach einem Ballgewinn alleine aufs Tor zu und erzielt das 1:0. Sehr zum Jubel der versammelten Eltern.

Vor allem die JFV-Eltern boten eine lautstarke Kulisse. Die Eltern stehen dem Projekt, JFV Buxtehude offen gegenüber: „Mit dem JFV können die beiden Vereine ihre Kräfte bündeln. Vorher gab es häufig zu kleine Mannschaften“, sagt Vater Alexander Schuldt. Die längeren Fahrtwege seien kein Problem. „Andere Dorfvereine fahren viel weiter“, sagt Mutter Steffanie Dührkop. Einzig, dass der Radweg zum Training oder den Spielen an der B73 entlangführe, mache einigen Eltern Sorgen. Zusammenwachsen sei zunächst das Wichtigste, ist vonseiten der Eltern, Spieler und Trainer zu vernehmen.

TSV reagiert gelassen
Der TSV Altkloster-Buxtehude sieht die Entwicklung des JFV gelassen. „Die Tendenz geht dahin, Stützpunkte zu bilden“, sagt Sven Geertz aus dem Betreuerstab des TSV. Auch beim TSV wissen sie von der Problematik, genug Kinder zusammenzubekommen. Daher könne er die Gründung des Jugendfördervereins nachvollziehen. „Wichtig ist aber, dass vor allem auf die Entwicklung der Kinder geachtet wird.“ Sascha Stube versichert, dass beim JFV Leistungs-, aber auch Breitensport im Fokus stünden.

Nike Fonfara wechselte vom TSV Altkloster zum JFV Buxtehude

Der TSV Altkloster fürchtet deshalb aber nicht um seine besten Spieler. Allerdings wechselte mit Torhüterin Nike Fonfara, die in der Niedersachsenauswahl spielt, ein Riesentalent vom TSV zum JFV. „Eine der besten jungen Keeper im Kreis“, sagt Geertz. „Ich war lange genug beim TSV, aber hier gefällt es mir besser“, sagt Fonfara, die gegen ihre alten Teamkollegen wenig zu tun hat. Am Ende gewinnt der JFV souverän mit 3:0. Auffällig ist, dass der JFV noch in den schwarz-weißen Trikots der VSV Hedendorf/Neukloster spielt. Damit dauere es noch etwas. „Wir werden in absehbarer Zeit alle Mannschaften ausstatten“, sagt Strube. Bislang hat noch keine der rund 30 JFV-Mannschaften Trikots. Mitte September sollen alle Teams einheitlich in den Vereinsfarben Schwarz, Rot und Weiß ausgestattet werden.

Quelle: Tageblatt.de – Mario Battmer