Spiel der Woche: U12 mit Dramatik in letzter Minute

Am Samstag kam es auf der Brune Naht zum Duell des Tabellensechsten 1. U12 JFV gegen den Zweiten SV Drochtersen/Assel. Auf dem Papier war die Partie eigentlich schon im Vorweg klar. Die Rollen sind klar verteilt, zumal der JFV mit der letzten möglichen Besetzung antreten musste. Und als dann DA kurz nach Anpfiff in Führung ging, setzte kaum einer auf den JFV.

Doch was die Zuschauer dann zu sehen bekamen, war alles andere eine klare Rollenverteilung. Denn nicht DA bestimmte das Spiel, sondern die Kids vom JFV. Zwar hatte DA mit einem Pfostenschuß noch einen gefährlichen Abschluss, aber auf dem Kunstrasen in Immenbeck gab es nur eine Mannschaft, die Fußball spielte. Das waren die Buxtehuder.

DA beschränke sich, wie fast alle rotenblauen Teams, auf den Kehdinger Catenaccio. Hinten sicher stehen und vorne wird schon einer von den Schnellen treffen.

Der JFV hatte laut RAN-Datenbank rund 70% Ballbesitz und holte Ecke um Ecke heraus. Diese verpufften allerdings meist im DA-Bollwerk.

Leider konnten in der ersten Halbzeit beste Chancen nicht genutzt werden.

Die Verzweiflung stand Trainer Brugner ins Gesicht geschrieben, so dass er zwischendurch schon nach göttlichem Beistand flehte.

Half aber bis dahin auch nichts, so dass mit dem knappen Rückstand die Seiten gewechselt wurden.

Im zweiten Durchgang dann das gleiche Bild. Der JFV drückte, ohne wirklich gefährlich zu werden und DA rührte weiter Beton an, um mit gelegentlichen Kontern das Glück zu suchen.

Die heimischen Zuschauer wünschten sich ein wenig mehr Mut vom JFV, um den Gegner wirklich im Starfraum unter Druck zu setzen. Fünf Minuten vor Schluß wurde das Bitten der Fans erhört. Der JFV startete eine fulminante Schlußoffensive. Erst eine starke Ecke, dann ein tolles Dribbling im Strafraum.

Alles potentielle Ausgleichsmöglichkeiten – doch der Treffer wollte nicht fallen.

Die Nachspielzeit, läuft als dann der JFVStürmer mit Tempo in den DA-Starfraum eindringt- Rums! Strafstoß für den JFV in der dritten Minute der Nachspielzeit.

Trainer Sascha beisst von Nervösität fast in die Brenzungsstange.

Der Keeper von DA versucht den JFV-Schützen provokant aus der Ruhe zu bringen, in dem er lange vor den JFVer hin- und her läuft und ihn anstarrt. Warum ein Trainer ein solches unsportliches Verhalten in einem Jugendspiel nicht unterbindet, bleibt sicher sein Geheimnis.

Pfiff – der JFVer läuft an – oben rechts soll er rein!

Leider gehalten! Abpfiff!

Der verdiente Lohn bleibt heute aus. Ergebnisfussball schlägt halt oft das Engagement.

Trotzdem können die Spieler stolz auf ihre mutige und engagierte Leistung sein.

Der Tabellenstand sagt selten etwas über Qualität aus!